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Neue unterirdische Leitungen, zwei Hochbahnsteige auf der Straßenebene: Auf und rund um die Limmerstraße stehen umfangreiche Bauarbeiten an, die sich über mehrere Jahre ziehen – und zum Ausfall der Stadtbahnlinie 10 führen. Was bedeutet das für Fahrgäste? Was für die Anwohner? Ein Überblick über die Antworten auf alle wichtigen Fragen.
Hannover will einen neuen U-Bahn-Tunnel bauen – weiß aber gar nicht mehr, wie das geht. Deshalb schaut die Region jetzt nach Hamburg. Dort entstehen neue unterirdische Strecken und Haltestellen – ein Mega-Projekt. Drei Erkenntnisse für Fahrgäste und Anwohner, die sich übertragen lassen.
Der Konflikt um einen Anschluss des MHH-Neubaus mit einer Stadtbahn zwischen dem Land auf der einen und Region und Stadt Hannover auf der anderen Seite schien lange festgefahren. Offenbar ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen. Im Gespräch ist eine neue Variante einer Üstra-Linie zur MHH. Für viele Kleingärtner ist dieser Vorschlag jedoch keine gute Nachricht.
Die Üstra-Linie 10 zwischen Küchenstattdessen fahren Busse auf der Limmerstraße. Es handelt sich um die längste Streckensperrung der Stadtbahn in diesem Jahrtausend. 2027 beginnen die Bauvorbereitungen, ab Ende 2028 wird gesperrt.
Die Händler der Limmerstraße befürchten starke Umsatzeinbußen durch den Bau der Hochbahnsteige – und auch Anwohner sorgen sich, dass die Straße ihr Gesicht komplett verändern wird.
Drei Hochbahnsteige sollen auf der Limmerstraße in Linden enstehen. Das Vorhaben soll mindestens zwei Jahre lang dauern. Den Gewerbetreibenden entlang der Limmerstraße dämmert langsam, was da auf sie zukommt.
In der Stadt Hannover wünschen sich viele eine Stadtbahnanbindung des Neubaugebiets Wasserstadt. Die Region sagt: unwirtschaftlich – und hat jetzt erläutert, wie die Analyse gelaufen ist.
Falschabbiegen durch den Posttunnel bleibt auch Monate nach der Einführung einer neuen Verkehrsführung in diesem Bereich ein großes Problem. Ein großer Teil der Autofahrer hält sich nicht an die Regeln. Obwohl die Stadt zusätzliche Schilder aufgestellt und die Polizei Gelbe Karten verteilt hat.
Pünktlich zum Ende der Ferien sollen die Üstra-Linien 10 und 17 wieder oberirdisch am Steintor rollen. Die Arbeiten sind im Plan. Der neue Hochbahnsteig geht allerdings erst zum Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb.
Im Wahlkampf 2016 kochte die Wut hoch wegen der geplanten Bebauung: Jetzt sucht die Stadt erneut Emotionen zum Steintorplatz und lädt die Bürger deshalb zu einem Themenabend ein (15. August). Um konkrete Ideen soll es aber erst im September gehen.
Der Vorschlag von Grünen und FDP, die Linie 10 bis nach Seelze-Süd zu verlängern, trifft bei der Seelzer CDU auf Zustimmung. Die CDU in der Regionsversammlung ist skeptisch.
Eine Stadtbahn zur Wasserstadt-Limmer? Dafür sieht es schlecht aus. Die Region hat nun auch einem neuen Vorstoß von FDP und Grünen eine Absage erteilt, der eine Verlängerung der Linie 10 bis Seelze-Süd sowie Wohnbau entlang der Strecke vorsah, um das Projekt wirtschaftlich zu machen. Die Region sieht darin keine sinnvolle Lösung.
Mehr Einwohner an die Strecke – und die bis Seelze-Süd verlängern: So wollen FDP und Grüne doch noch einen Stadtbahnanschluss für die Wasserstadt Limmer möglich machen. Sie glauben, dass das Prestigeprojekt durch mehr Wohnbebauung und die Erschließung neuer Gebiete wirtschaftlich werden könnte.
FDP und Grüne geben den Anschluss der geplanten Wasserstadt an das Stadtbahnnetz von Hannover nicht auf. Sie schlagen vor, die Bahn über Velber nach Seelze-Süd zu verlängern, um das Einzugsgebiet zu erweitern.