Die Initiative
Neues von Pro D-Tunnel
Pressemitteilung (02.06.13): Erste Reaktionen zur geplanten Werbekampagne und zum Zeitplan der D-Linie
von Jens Pielawa (Kommentare: 0)
Erste Reaktionen zur geplanten Werbekampagne
Zeitplan zur D-Linie
Nach der Vorstellung des Zeitplans zum geplanten Ausbau der D-Linie wurde bekannt, dass Region Hannover und die Infra planen, dem umstrittenen Ausbau in der City einen neuen Namen zu verpassen und gegebenenfalls auch ein Maskottchen zu suchen. Die Initiative Pro D-Tunnel e. V. hat prompt reagiert und den Verantwortlichen als auch der Tagespresse mehrere Namensvorschläge und ein erstes Maskottchen vorgelegt. Die Comic-Schnecke mit dem Namen »Bummelinchen« hat sofort nach Veröffentlichung Freunde gefunden. Dabei soll ironisch verdeutlicht werden, dass eine Stadtbahn, die sich das Gleis mit Autos teilen müssen wird, akut staugefährdet ist und sich selber und den Verkehr entschleunigt.
Andere Namensvorschläge auf den Facebook- und Forenseiten der hannoverschen Presse belegen, welche Meinung die Bürgerinnen und Bürger von der D-Linie haben:
Passanten-Schreck, Stauzug, D-Bakel, Ulf-Birger-Franz-Gedächtnislinie, Narrenschaukel, Grünen-Stopfen, City-Korken, Fußgänger-Walze, Sinnlos-Linie, D21…
Das ungeliebte Kind soll also einen neuen Namen bekommen – ob das noch hilft? Derartige Ablenkungsmanöver belegen nunmehr die Hilflosigkeit der Region, eine vollkommen verkorkste Planung an die Bürgerinnen und Bürger zu verkaufen. Die Initiative Pro D-Tunnel e. V. lehnt wie bekannt nicht nur die Oberflächenstrecke aufgrund zahlreicher bekannter Mängel für alle Verkehrsteilnehmer ab, sondern stellt auch die Sinnhaftigkeit einer Werbekampagne unverkennbar in Frage.
Auch Anlieger sollen nun erst mitreden dürfen… Reichlich spät: mehr als ein paar Baumpositionen werden sie auch nicht mehr verändern dürfen. Dass manche Großanlieger erst aus der Zeitung oder in Gesprächen mit der Initiative Pro D-Tunnel erfahren mussten, was exakt vor ihrer Haustür gebaut werden soll, ist ein Armutszeugnis für die Region. Kommunikation im Nachhinein mit allerdings geschaffenen Fakten stellen deutliche Defizite im Umgang mit den direkt Betroffenen dar, was Pro D scharf verurteilt.
Einen Zeitplan für die D-Linie aufzustellen ist sportlich zu sehen – leider werden auch weiterhin viele Fragen aus verschiedenen Richtungen wie zuvor unbeantwortet bleiben. Dass die Planung dabei in fünf Teilabschnitte zerfällt, ist skeptisch zu sehen. Die Infra wird anfangen, in Abschnitt 3a marode Gleise in der Kurt-Schumacher-Straße auch ohne Fördergelder auszutauschen, während hochgradig mangelhafte und problematische Abschnitte wie z. B. Abschnitt 1 (»Posttunnel«) sehr wahrscheinlich nur geringfügig gefördert werden könnten. Da man ja mit dem Bau begonnen haben wird, wird die Region den Ausbau sehr wahrscheinlich weiter vorantreiben – ohne Rücksicht auf die kommunalen Kosten, die dabei anfallen werden. Pro D weist nochmals darauf hin, dass ein Regionsanteil von 33 Mio. € für den D-Tunnel stets als »unfinanzierbar« angeführt wurde und nun als Damoklesschwert für die neue D-Linie gelten muss.
Findige Juristen sollten die Teilung der Planung unter die Lupe nehmen, ob eine derartige Stückelung rechtens ist. Ebenso sind nun direkt betroffene Anlieger gefragt, die Planung hochkritisch anzufechten.
Kontaktadresse:
Initiative Pro D-Tunnel e. V., Jens Pielawa, H.-Heine-Straße 21, 30173 Hannover, pielawa@pro-d-tunnel.de
V.i.S.d.P. für Pro D-Tunnel: Jens Pielawa