Hochflursystem am Ende? Linden-Limmer sieht sich abgehängt

Deutsch: Vorplatz des Hannoveraner Hauptbahnhofes

Für Linden-Limmer: Kein Anschluss an diesen Bahnhof? (Photo credit: Wikipedia)

Bei der Entscheidung für das Hochflursystem in der Regionsversammlung am 18. Juni 2012 wurden zur Begründung vor allem zwei Argumente vorgeschoben: Das Hochflursystem sei billiger, begründet durch den “Mengenrabatt”, und mit Hochbahnsteigen lasse sich die barrierefreie Anbindung der westlichen Stadtteile schneller umsetzen.

Jetzt bricht der entscheidende Kostenvorteil in sich zusammen. Man muss sich sogar fragen, ob der vermeintliche Kostenvorteil jemals korrekt berechnet wurde: Die Kosten für die offensichtlich geplante “Vorkasse” sind an keiner Stelle genannt worden.

Aber schlimmer noch: Trotz aller gegenteiligen Aussagen erweist sich nun die geplante Haltestelle im Posttunnel als äußerst problematisch. Es wird sogar schon ernsthaft erwogen, die Linie 10 bereits in der Kurt-Schumacher-Straße enden zu lassen.

Vor diesem Hintergrund haben die Grünen Linden-Limmer dringende Fragen zur künftigen Verkehrsanbindung der westlichen Stadtteile veröffentlicht. Die Pressemitteilung hier im Wortlaut: Weiterlesen

Die 5 beliebtesten Irrtümer und Missverständnisse – Einladung zum Showdown

Am Montag, 18. Juni um 16 Uhr entscheidet die Regionsversammlung über die Zukunft des schienengebundenen ÖPNV und der Stadtbaupolitik in Hannover. In einem launigen Falter laden die Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. und der Verkehrsclub Deutschland e.V. zur Teilnahme an diesem “Endspiel” ein.

Die Autoren räumen noch einmal mit den fünf beliebtesten Irrtümern und Missverständnissen auf. Die Texte sind in leichter Sprache und sollten sowohl von Kindern wie auch eingefleischten Fans der Hochbahnsteige verstanden werden können. Weiterlesen

Geschäftsleute fordern Niederflurbahn

Mit der Entscheidung über das Stadtbahnsystem auf der Linie 10 wird auch über einen wichtigen Standortfaktor entschieden: Bleibt die Limmerstraße künftig lebenswert und lädt sie auch weiter zum shoppen und bummeln ein? Bleibt sie ein attraktiver Standort für Handel und Gewerbe? Die Geschäftsleute der Limmerstraße geben eine klare Antwort pro Niederflur. Und sie beantworten damit eine Frage, die sich Handel und Gewerbe in der Innenstadt Hannovers auch bald stellen werden:  Weiterlesen

Niederflur für die Linie 10 ist wirtschaftlicher!

Stellungnahme des Bündnisses “Zukunft-Stadtbahn” zum Netzausbau

In der Diskussion, ob in der Region Hannover das zukunftsfähige Niederflur-Stadtbahnsystem eingeführt werden soll, wird in den letzten Wochen die Wirtschaftlichkeit der Niederflurlösung bezweifelt. Dabei wird ein wesentlicher Punkt bisher vernachlässigt: Die Fahrgast- und Einnahmeverluste bei einer Hochflurlösung.

Eine Niederflurlösung gewinnt zum Beispiel durch wesentlich “kundenfreundlichere” Haltestellen mehr Fahrgäste und damit Einnahmen. Das kompensiert den vermeintlichen Kostennachteil einer Niederflur-Stadtbahn. Vor allem über die Zeit: Die Kosten für Niederflur sinken mit jedem zusätzlich eingesetzten Wagen. Aber die besseren Fahrgastwerte bleiben oder wachsen sogar noch weiter. Weiterlesen

Niederflur lohnt sich

GegnerInnen der Niederflurvariante sagen: „Niederflur ist zu teuer“. Der Hintergrund: Für Niederflur benötige man einen kompletten Werkstattumbau für die Wartung der Niederflurwagen. Betrachtet man ausschließlich die Strecke vom Raschplatz bis nach Ahlem macht diese Investition die Niederflurbahnen teurer. Doch begreift man diesen Streckenabschnitt als ersten Baustein eines zweiten ergänzenden Stadtbahnsystems relativiert sich dieses Argument sehr schnell.

Denn eines ist klar: Das Stadtbahnnetz muss ausgebaut werden. Nicht nur weil wir uns zu einer CO2-Reduzierung verpflichtet haben, sondern weil die Nachfrage im Personennahverkehr steigen wird. Und Streckenerweiterungen haben ihre Wirtschaftlichkeit auch schon in der Vergangenheit bewiesen. Um diesem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, müssen Strecken komfortabel und kundenfreundlich ausgebaut werden.

Damit wird aus einem Werkstattumbau eine Anfangsinvestition, die sich bei zusätzlichen Streckenerweiterungen lohnt, weil sich diese Einmalkosten auf ein größeres Netz und mehr Niederflurbahnen verteilen.