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Pressemitteilung (13.02.14): NP-Artikel vom 13.02. „D-Linie: Experte rät zur Pause”

von Jens Pielawa (Kommentare: 0)

NP-Artikel vom 13.02. »D-Linie: Experte rät zur Pause« – Stadtbahn-Anschluss zur Wasserstadt an »nicht zukunftsfähige« D-Linie

Die Neue Presse berichtet am 13.01. unter der Titel-Headline »D-Linie: Experte rät zur Pause« über Wünsche der Politik, die geplante Wasserstadt Ahlem mit einem Stadtbahnanschluss auszustatten. Dabei wird schnell deutlich, dass die Innenstadtstrecke der D-Linie aus Kapazitätsgründen an ihre Grenzen stoßen wird. Ein Experte hat deswegen geraten, die Planungen zur Innenstadtstrecke zu stoppen.

Die SPD-Ratsfraktion möchte einen schnellen Anschluss an die Wasserstadt mit potentiellen 5000 Einwohnern herstellen. Dieses Vorhaben ist auch im Nahverkehrsplan 2008 beschrieben. Einem solchen Wunsch steht der sogenannte rot-grüne »Kompromiss« zur D-Linie mit dem geplanten Endpunkt Raschplatz entgegen. Hätten SPD und Grüne vor zehn Monaten fachliche Hinweise aufmerksamer beobachtet, stünde die Stadtpolitik nicht vor diesem Dilemma und weiteren ungelösten Problemen.

Im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss vom 03.04.2013 wurde bei einer Anhörung die Oberflächenstrecke von einem Vertreter der Üstra unmissverständlich als »nicht zukunftsfähig« bewertet. Bedingt durch viele betriebliche Faktoren wurde deutlich dargestellt, dass nach dem Bau Verlängerungen, Taktverdichtungen oder zusätzliche Linien auf der D-Strecke in der Innenstadt nicht machbar sind. Weitere Fachvorträge von Vertretern aus Handel, Wirtschaft und Initiativen haben ebenfalls vorgelegt, welche Probleme mit der Planung zu erwarten sind. Nicht zuletzt hat die Üstra vor kurzem wiederum vor Staus auf der Strecke – und unverkennbar vor dem Bau wie geplant – gewarnt.

Die Mehrheitsparteien von Rot-Grün haben trotzdem in der Ratsversammlung am 25.04.2013 der Drucksache Nr. 0297/2013 – dem Grundsatzbeschluss zum Endpunkt Raschplatz – mit 36 Ja-Stimmen, 18 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen kritiklos zugestimmt. Spätestens hier hätte die Ratsfraktion der SPD die Weichen neu stellen können, wenn nicht sogar müssen, um Schaden von der Stadtentwicklung abzuwenden.

Die Bebauung der Wasserstadt Ahlem sowie weitere angedachte Stadtbahn-Verlängerungen im Westen sind nicht erst seit dieser Woche bekannt. Der Nahverkehrsplan 2008 hat die Anbindung der Wasserstadt »unter Berücksichtigung eines innovativen Betriebskonzeptes« für die D-Linie gestellt. Mit dem Makel einer »nicht zukunftsfähigen« Innenstadtstrecke und ihren bekannten Problemen sind die Wünsche der SPD zur Anbindung nicht ohne weiteres durchzusetzen.

Die Initiative Pro D-Tunnel e. V. schließt sich der Meinung im NP-Artikel an, die Planung und das Verfahren um das sogenannte »Projekt Zehn Siebzehn« sofort auszusetzen. Es ist dringend geboten, den so oft von der SPD proklamierten Bürgerdialog endlich zu beginnen, der in der Thematik der D-Linie schlicht und einfach nicht stattgefunden hat. Alternative Betriebs- und Netzkonzepte, die durchaus auch schon vorliegen, müssen vorbehaltlos diskutiert, durch die Politik neu bewertet und umgesetzt werden, um Stadtentwicklungspotentiale nicht durch bekanntermaßen mangelhafte Stadtbahnprojekte zu gefährden.

Kontaktadresse:

Initiative Pro D-Tunnel e. V., Jens Pielawa, H.-Heine-Straße 21, 30173 Hannover, pielawa@pro-d-tunnel.de

Herausgegeben am 13. Februar 2014 · V.i.S.d.P.: Jens Pielawa

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